Heutzutage eine Waschmaschine zu kaufen ist kaum weniger kompliziert, als sich ein Auto zu konfigurieren. Beim Autokauf helfen zahlreiche Internetseiten, die es ermöglichen, die Auswirkungen gewünschter Antriebsvarianten, Ausstattungsfeatures und Zubehörartikel auf den Preis zu überprüfen. Das vereinfacht die Suche nach dem Wunschobjekt. Bei Waschmaschinen ist diese Art der Konfiguration bautechnisch bedingt nur in geringem Maße möglich. Ähnlich schwierig gestaltet sich beim Waschmaschinen- wie beim Autokauf die erste Grundselektion. Sieht man von einer Markentreue ab, erfüllen in der Regel viele Fahrzeuge bzw. Waschmaschinen die meisten Wünsche. Eine Ausnahme bilden lediglich gewisse exotische Anforderungen. Beim Kfz wäre das vielleicht der derbe Geländewagen im urigen Design, bei der Waschmaschine die Vollausstattung bei untypischen Gehäusemaßen. Ansonsten bieten viele Hersteller meist mehrere Alternativen.
Ein Beispiel: In den 1970er Jahren waren die Überschneidungen bei BMWs der 3er und der 5er Reihe relativ gering. Wer auf ein familientaugliches Gefährt angewiesen war, wählte den größeren 5er mit vier statt zwei Türen. Der noch größere 7er war meist eine erhebliche Spur zu teuer. Heute findet der treusorgende Familienvorstand ein passendes Fahrzeug in der 1er, der 3er, der 5er und der 7er Reihe. Zudem bieten die X-Reihen sinnvolle Alternativen. Die Überschneidungen bei den Anschaffungspreisen sind von der Art, dass ein 1er auch schon mal so teuer wie ein 5er sein kann. Und dann gibt es ja noch die Konkurrenzmodelle aus den Häusern Mercedes, Audi, VW, Ford, Opel, Peugeot, Renault, Fiat, Lancia und und und. Dort ist die Auswahl kaum weniger groß.
Auch bei den Waschmaschinen in den Standardformaten (Breite 60, 55 oder 45 cm) ist das Angebot inzwischen extrem unübersichtlich geworden. Hier hilft eine Kombination aus umfassender Markt- und differenzierter Bedarfsanalyse. Neben der Gehäusegröße ist dabei die Frage wichtig, ob es eine reine Waschmaschine oder auch Waschtrockner (Waschmaschine inklusive Wäschetrockner) sein soll. Der Waschtrockner ist nach wie vor wirklich nur dann sinnvoll, wenn massiver Platzmangel zu dieser Wahl zwingt. Allein die extrem lange Betriebslaufzeit für einen Wasch- und Trocknungsvorgang ist Grund genug, auf getrennte Geräte zu setzen. Darüber hinaus muss nicht selten nach dem Waschvorgang die Wäsche reduziert werden, da sonst das Gerät beim Trocknen überquillt.
Autor: holger-mann - veröffentlicht am 13.01.2010 - 16:29:11 - letzte Überarbeitung am 13.01.2010 - 16:29:11
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