Früher war Urlaubszeit die Zeit des Nichtstuns. Irgendwohin, am besten ans Meer und sich braten lassen. Den dicken Bauch in die Sonne zu strecken und nur zum Essen aufzustehen, das war es, was sich viele unter Erholung vorstellten. Die Zeiten änderten sich, und Bildung stand ganz oben auf dem Plan als Urlaubsziel. Bildungsreisen waren der Renner. Mann kam aus dem Urlaub und hatte was zu erzählen. Viele kamen sich richtig intellektuell vor, weil sie ein paar Sehenswürdigkeiten besucht haben, nach dem Essen und vor dem Strand. Doch auch diese Zeiten sind vorbei, wer etwas auf sich hält, macht heute abenteuer reisen. Das kann Extrem-Klettern sein, auch wenn man vorher die Berge nur mit der Seilbahn bezwungen hat. Oder Kajak auf einem reißenden Fluss, da schlägt das Herz auch höher. Besonders Manager und Menschen in Führungspersonen hatten eine zeit, in der Survival angesagt war. Wer sich nachts im Wald durchschlagen kann und wem es nichts ausmacht, Käfer und Würmer statt Steak und Pommes Frites auf dem Speiseplan zu finden, der entwickelt auch ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte im Büro. Die Frage ist, welche Art von Urlaub als Nächstes angeboten wird. Es muss ja eine Steigerung sein, damit es interessant ist und eine Zielgruppe anspricht.
Autor: Textservice Lavacca - veröffentlicht am 30.09.2011 - 14:23:53 - letzte Überarbeitung am 30.09.2011 - 14:23:53
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