|
Nachdem ein 50-jähriger brutal am Bahnhof München-Solln niedergeschlagen wurde und im Krankenhaus verstarb, wird jetzt von der bayrischen Innenministerin gefordert, dass die Bahn Überwachungskameras installieren soll. Leider verkennt diese Dame, dass sich jugendliche Täter, die im Affekt handeln, nicht von Kameras abschrecken lassen. Da zudem niemand das Live-Bild der Kameras kontrolliert, wäre jede Hilfe zu spät gekommen. Zur Aufklärung des Falles ist es sicher hilfreich, aber sonst zeigen die Statistiken, dass Überwachungskameras keineswegs Allheilsbringer sind.
Auf 1000 Überwachungskameras in London kommt 1 gelöster Fall pro Jahr. Trotzdem schreit man in Deutschland nach jeder Gewalttat, die nicht auf Video aufgezeichnet wurde, nach den Geräten. Ob in U-Bahnen oder Bussen, verstärkt wird auf Überwachungskameras gesetzt, da wo eigentlich mehr Personal hilfreicher wäre.
Die Politiker machen es sich zu einfach, wenn sie immer nur Überwachungskameras fordern. Datenschützer und sogar Parteien, wie die "Piraten-Partei" stellen sich gegen die Pläne und üben immer wieder deutliche Kritik an der Videoüberwachung. Eine gute Alternative dazu wäre es, einfach mehr Polizisten einzustellen und diese besser auszubilden.
|