Es ist mehr als verwunderlich, wie langsam die Menschheit lernt. Ein Kind, das sich an der heißen Herdplatte oder auf dem Kochfeld den Finger verbrannt hat, wird sich hüten, das warmrote Glühen noch einmal als etwas zu betrachten, auf das man am besten mal schnell seine Hand legt: es hat etwas gelernt und nur Sekunden dazu gebraucht. Der Mensch kann sehr schnell lernen, aber wenn es ein paar Milliarden sind, dauert es lange, lange Zeit, bis etwa Gelerntes auch umgesetzt wird. Zu viel Altes muss vorher aus dem Weg geräumt und korrekt entsorgt werden, nicht nur alte Technologien, sondern auch überkommene Ideen und veraltete Einstellungen.
Über Erneuerbare Energien wird schon so lange geredet, und man sieht ja auch immer mehr Häuser mit Solarzellen auf den Dächern oder Windräder, aber nach wie vor ist der ökologische Fußabdruck des Menschen viel zu groß. Ein Europäer nimmt für seine Lebensweise, seinen Konsum 5 Hektar der nutzbaren und fruchtbaren Landfläche des Planeten in Anspruch, ein Amerikaner sogar noch viel mehr. Nur, weil in vielen Schwellenländern oder Ländern der dritten Welt der durchschnittliche persönliche ökologische Fußabdruck noch relativ klein ist, kommt der Mensch global auf einen Durchschnitt von etwas über 2 Hektar Landfläche, die er verbraucht. Aber der Planet stellt jedem nur ca. 1,8 Hektar zur Verfügung: Platz für Felder, Müllkippen, Straßen und Gebäude, Platz zum Nachwachsen der Rohstoffe und zum Abbau des Abfalls. Es ist also höchste Zeit, den weltweiten ökologischen Fußabdruck der Menschen zu verkleinern, und das geht nur, wenn Geld in erneuerbare Energie und nachhaltige Umwelt- und Klimaprojekte fließt.
Autor: Andreas Mettler - veröffentlicht am 29.10.2011 - 11:51:22 - letzte Überarbeitung am 29.10.2011 - 11:51:22
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