Manche Pilze können uns schaden, doch wir können etwas tun
Unzählige verschiedene Pilztypen geben der Menschheit weiterhin das Geheimnis ihrer ungeklärten Zugehörigkeit zur Tier- oder Pflanzenwelt auf. Tatsache ist hingegen, dass sie alle zum Überleben die von anderen Organismen hergestellten lebenden Stoffe benötigen. Der Mensch hat gelernt, gewisse Arten wie beispielsweise Morcheln oder Hefepilze für eigene Zwecke zu verarbeiten. Pilze haben die Fähigkeit, lebendes Material aufzuspalten, wachsende Pflanzen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, jedoch genauso lebende Zellen zu zerstören. Im Verhältnis sind die gefährlicheren Pilze zwar nur wenige, gleichzeitig aber für den Menschen nicht unschädliche Arten: Haut-, Hefe- und Schimmelpilze sind hier die Repräsentanten, welche die häufigsten Schwierigkeiten verursachen. Pilze befinden sich auf und im menschlichen Körper, aber sie sind erst ungesund, wenn der intakte Normalzustand aus dem Gleichgewicht gerät und die Pilze die erforderlichen Umstände vorfinden. Hautpilze ernähren sich vom wichtigsten Faserprotein der Haut, dem Keratin, und bevorzugen ein feuchtes Klima, somit bieten Hautfalten des menschlichen Körpers beste Lebensbedingungen. Ein schwaches Immunsystem fördert die Verbreitung schädlicher Pilze und der Hefepilz Candida albicans gilt als häufigster Verursacher einer Scheidenpilzinfektion. Bestimmte Bedingungen wie ein gestiegener ph-Wert der Schleimhaut während einer Periode, Diabetes mellitus oder die Einnahme von starken Medikamenten begünstigen diesen Krankheitserreger. Scheidenpilz (Vaginalpilz) macht sich durch unerfreuliche Beschwerden wie z.B. Juckreiz und Brennen der befallenen Körperteile bemerkbar. Verstärkter Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen sind übrige Hinweise für Vaginalpilz, zur Heilung von Hefepilzen stehen Pyrrole oder Nystatin zur Verfügung. Grund für ein rasches Wachstum der Pilze und eine Häufung der gesundheitsgefährdenden Effekte für den Menschen können ungünstige baubiologische Wohnverhältnisse (feuchte Wände im Wohnraum) sein, welche durch schnelle Sanierung zu verbessern sind.
Autor: Artur Sagan - veröffentlicht am 18.06.2011 - 20:47:04 - letzte Überarbeitung am 18.06.2011 - 20:47:04
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