Der Strom kommt aus der Steckdose. Diese Feststellung ähnelt dem Phänomen, wonach viele Kinder dachten, Kühe sind lila. Die Denkweise kann manchmal so einfach sein. Richtig, der Strom kommt aus der Steckdose, dem kann man wohl kaum wiedersprechen.
Doch wer die Sache ein wenig genauer betrachtet, dem sollte schnell klar werden, dass die tatsächliche Produktion in einem Kraftwerk geschieht. Sicherlich werden nun viele sagen, dass dies ja wohl selbstverständlich und klar sei.
Doch welche Kraftwerke werden denn in Europa überwiegend genutzt? Deutschland hat in Sachen Ökostrom europaweit bereits eine gute Stellung eingenommen. Im Vergleich zu Nachbarstaaten wie Frankreich wird vermehrt auf die Produktion mittels erneuerbarer Energien gesetzt. All zu offensichtlich sind die Folgen für Umwelt und Klima, wenn man Kohlekraftwerke nutzt. Nicht nur die Abgase sind hier entscheidend, sondern auch der Rohbau in Sachen Stein- oder Braunkohle.
Doch wenn man den europäischen Vergleich mal ein wenig genauer betrachtet, wird schnell klar, dass die Vorreiterrolle der Deutschen so nicht ganz einfach zu untermauern ist.
Im Jahr 2008 nutzte Deutschland zu ca. 43% die Stromgewinnung aus Kohle, Atomenergie kam auf 23 %, erneuerbare Energien gerade mal auf etwas um die 10 %.
Hiergegen setzt beispielsweise Norwegen fast ausschließlich auf Wasserkraft und produzierte 2008 bereits ca. 98 % des Stroms mit dessen Hilfe.
Frankreich nutzte vorwiegend Atomenergie, so dass in Sachen CO2-Ausstoß Deutschland diesen beiden Ländern klar unterlegen war.
Entscheidend wird daher sein, dass die Quote der erneuerbaren Energien auch weiterhin erhöht wird. Dies kann im übrigen jeder Verbraucher selbst beeinflussen, indem er bei der Nutzung des Stromtarif Rechner auch die Herkunft der Energie in die Entscheidung mit einfließen lässt.
Autor: milka - veröffentlicht am 16.03.2010 - 12:27:47 - letzte Überarbeitung am 16.03.2010 - 12:27:47
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