Nach der Verwirrung die die geplante und letztlich dann doch abgesagte Einführung von E10 in den letzten Tagen ausgelöst hat fragt man sich ob alternative Antriebe und Kraftstoffe dem Kunden überhaupt vermittelbar sind. Neben dem Widerstand von Interessenverbänden und Lobbyisten, war einer der Hauptgrund für das E10 Fiasko die fehlende Resonanz bei der Kundschaft. Vielfach wurde dabei von der E10-Unterstützerseite bemängelt, dass die Kunden nur mangelhaft informiert waren. Ein Blick ins Internet hätte oftmals genügt um die Bedenken hinsichtlich der E10 Verträglichkeit des eigenen Autos zu zerstreuen.
Auch im Bezug auf andere Alternativantriebe herrscht in der Bevölkerung bisweilen ein geringer Informationsstand vor. Dabei wäre es etwa bei der Elektromobilität wichtig, Fragen zu stellen, um einige Zweifel zu beseitigen. Gerade was die Reichweiten von Elektroautos angeht werden oft Vorurteile als Fakten akzeptiert und der Elektromobilität so jegliche Zukunftsfähigkeit abgesprochen. Dabei sind gerade in diesem Bereich laufend Fortschritte zu beobachten. Neuartige Lithium Polymer Akkus könnten bereits in näherer Zukunft deutlich höhere Reichweiten aller E-Autos ermöglichen, so dass auch größere Distanzen ohne Unterbrechung zurückzulegen wären. Dafür spricht auch, dass sich die Ladezeiten und Lademethoden immer mehr den Bedürfnissen der Kundschaft annähern. Unterwegs das Auto aufladen ohne dafür Stunden zu brauchen könnte schon in naher Zukunft Normalität sein. Auch das Ladenetzwerk entwickelt sich fort. Den bisherigen geschlossenen Systemen werden integrative Netzwerke entgegengestellt, bei denen der Kunde die Auswahl hat, wo und mit welchem Strom er sein Auto aufladen möchte. Gelingt es, den Kunden diese Perspektiven zu vermitteln, dürfte auch die Aufgeschlossenheit gegenüber Elektromobilität zunehmen. Die großen Autohersteller jedenfalls, befinden sich bereits in Lauerstellung. Die meisten von ihnen sind bereit in den kommenden Jahren ihre jeweiligen E-Auto Modelle auf den Markt zu bringen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass diese Markteinführungen erfolgreicher verlaufen als die oben erwähnte.
Autor: dakmehr - veröffentlicht am 06.03.2011 - 14:03:21 - letzte Überarbeitung am 06.03.2011 - 14:03:21
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