Die Diplomarbeit - Vom leeren Blatt bis zum gebundenen Werk
Die Vorbereitung ist die halbe Miete
Eine Diplomarbeit ist ein sehr umfangreiches und im benötigten Zeit- und Logistikaufwand nicht zu unterschätzendes akademisches Schriftstück. Bis man letztendlich die Diplomarbeit binden lassen kann, vergeht nicht nur Zeit, auch ändern sich viele Teilbereiche massiv. Eine gute Vorbereitung ist daher unabdingbar. Ein häufig verbreiteter Fehler dabei ist es, als erstes einen Titel festzulegen sowie die Einleitung zu schreiben. Es sollte stattdessen eine Gliederung verfasst werden, welche klar herausstellt, was die Ziele der Arbeit sind und mit welchen Mitteln man diese zu erreichen sucht. Je nach verwendeten Methoden (empirische Forschung, Benutzung von Primär oder Sekundärquellen) kann der Teil der Informationsbeschaffung den Löwenanteil der eigentlichen Arbeit ausmachen. Bevor man also die Diplomarbeit binden lassen kann, steht zunächst einiges an Fleißarbeit auf dem Programm. Ein Zeitpuffer von ca. 10-15% der zunächst angestrebten Zeit ist dabei sicherlich sinnvoll, da im Laufe des Schreibens stetig Veränderungen vorgenommen werden müssen und es somit sicherer ist, "nach hinten" mehr Luft zu haben und nicht in Zeitprobleme zu rennen, welche auch Flüchtigkeitsfehler fördern und somit den Gesamteindruck trüben können.
Der letzte Schliff
Nachdem nun alle Quellen gesichtet, ausgewertet und in Textform aufbereitet vorliegen und man der vorgegebenen Seiten- oder Wortzahl immer näher kommt ist es wichtig die vorläufige Endfassung von mindestens ein bis zwei Freunden, Mitkommilitonen oder hilfsbereiten Dozenten gegenlesen zu lassen. Dabei geht es nicht nur um fachliche, sondern vor allem auch Grammatik- und Rechtschreibfehler, die einem selbst, dank einer inzwischen Entstandenen Betriebsblindheit, einfach nicht mehr auffallen. Auch wird im letzten Teil des Prozesses der endgültige Titel festgelegt, sowie das Abstract geschrieben. Dies fällt nun wesentlich leichter von der Hand, da man jeden Teilbereich der Arbeit kennt und es sich somit "wie von selbst" schreibt.
Als letztes steht die endgültige Formatierung an. Am besten man lässt sich zwei oder mehr Seiten auf dem Bildschirm anzeigen, denn hier geht es nicht mehr um Inhalt, sondern vor allem um ein ansprechendes und professionelles Layout der Arbeit, denn einen Text (er mag fachlich noch so gut sein) der aussieht wie "Kraut und Rüben" lässt sich nunmal nicht so leicht und angenehm lesen wie eine ordentlich und professionell formatierte Arbeit.
Sind nun alle inhaltlich und optischen Mängel beseitigt gilt es die letzte große Hürde zu überwinden und ein gutes Gefühl zu bekommen: Man kann die Diplomarbeit binden lassen und einreichen.
Autor: einsparer - veröffentlicht am 28.12.2009 - 20:23:09 - letzte Überarbeitung am 28.12.2009 - 20:23:09
Um den Artikel zu bewerten, fahren Sie bitte mit der Maus über die Sterne. Wenn die Anzahl der Sterne aufleuchtet die Sie vergeben wollen, brauchen Sie nur noch zu klicken!